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Hundeerziehung - Wissen Kommando richtig verknüpfen

Kommando richtig verknüpfen

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Richtig trainieren - Kommado richtig verknüpfen

Der korrekte Ablauf beim Verknüpfen eines neuen Kommandos lautet im Wesentlichen:

1. Gewünschtes Verhalten positiv verstärken bis es gern und häufig und vorhersehbar gezeigt wird.
2. Sobald das Verhalten zuverlässig ausgeführt wird, Kommando einführen. Wichtig ist es, das Kommando zu geben BEVOR der Hund das gewünschte Verhalten ausführt.
3. Nach Einführung eines Kommandos, Ausführung nur noch belohnen, wenn ein Kommando gegeben wurde.

Angenommen Sie möchten Ihrem Hund ein "Sitz" beibringen: Sie verstärken das gewünschte Verhalten (Sich Sitzen) durch Belohnung   bis Ihr Hund sich gern und häufig setzt. Sobald Ihr Hund sich sofort setzt wenn Sie mit einem Leckerchen ankommen um es zu bekommen, führen Sie Ihr Kommando ein. Nicht früher.

Ich empfehle Ihnen zuerst immer nur ein Sichtzeichen zu verknüpfen und ein Hörzeichen erst dann einzuführen, wenn die Ausführung mit dem Sichtzeichen zuverlässig funktioniert. Sichtzeichen sind für den Hund einfacher zu verstehen und auseinanderzuhalten als Hörzeichen. Darüberhinaus muss ihr Hund Ihnen volle Aufmerksamkeit schenken, wenn Sie nur Sichtzeichen verwenden.

Idealerweise wählen Sie ein Sichtzeichen, welches der Trainingssituation sehr ähnlich ist. So geht alles fast von allein. Üben Sie beispielsweise ein "Sitz", indem Sie die Hand mit dem Leckerlie über den Kopf des Hunde führen, so ist es für den Hund zum Sichtzeichen "Erhobene Hand und ausgestrecker Zeigefinger" nicht mehr weit. Das Sichtzeichen ist der Übung so ähnlich, dass er sich vermutlich ohnehin direkt setzen will, zumal sich ihm der Kontext ja ohnehin erschliesst, da er gelernt hat sich hinzusetzen um ein Leckerchen zu bekommen.

Geben Sie ihr Sichtzeichen bevor sich der Hund setzt. (nicht zeitgleich)  Sobald der Hund die gewünschte Übung ausführt, belohnen Sie ihn. Sobald dies zuverlässig funktioniert, entfernen Sie die Leckerchen aus der Hand, aber halten Sie sie griffbereit,(um ihn zu belohnen) ohne dass der Hund sie sehen kann. Schließlich muss der Hund später die Übunen auch ausführen, ohne dass Sie eine halbe Leberwurst in der Hand halten müssen. Andernfalls laufen Sie Gefahr, dass das Leckerchen zum Sichtzeichen wird.

Sobald der Hund die Übung sicher auf Sichtzeichen ausführt, führen Sie auch ein Hörzeichen ein. Geben Sie ihr Hörzeichen (zum Beispiel "Sitz"), danach (!!!nicht zeitgleich!!!) dass Sichtzeichen. Der Hund wird so sehr schnell auch das Hörzeichen verknüpfen.

Sobald dies sicher funktioniert, variieren Sie im Training. Geben Sie mal beide Zeichen. Mal nur das Sichtzeichen. Mal nur das Hörzeichen.

Wichtig: Geben Sie ihr Signal, sowohl im Training als auch später bei der Ausführung im Alltag, jedes Kommando nur einmal! Dies reicht vollkommen aus für eine erfolgreiche Verknüpfung. Viele Menschen wiederholen ihr Hörzeichen oder Sichtzeichen mehrfach, weil Sie glauben so verknüpft der Hund dies schneller oder besser. Das ist Quatsch! So lernt der Hund nur, dass er sich nicht beim ersten Signal setzen muss. Er verknüpft zum Beispiel quasi nicht "Sitz" als Hörzeichen, sondern zum Beispiel "Sitz Sitz Sitz Sitz Sitz Sitz Sitz" als Signal und wird sich vollkommen logischerweise auf ein "Sitz" nicht setzen. Ferner verkommt ihr Signal zu einem beiläufigen "Bla Bla" und wird nicht mehr wahrgenommen.

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