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Hundeerziehung - Wissen Belohnungsmodelle

Belohnungsmodelle

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Hundeerziehung - Belohnungsmodelle

Unter den Trainern scheiden sich häufig die Geister, wie man seinen Hund belohnen soll. Nach jeder Ausführung? In regelmässigen Abständen (zum Beispiel jede 4 Ausführung)? Nach Zufallsprinzip? Jede der Möglichkeiten hat seine Vorteile und Nachteile, die wir Ihnen hier vorstellen möchten. Entscheiden müssen Sie sich selbst. Vorher jedoch noch eine wichtigere Frage:

Richtig belohnen: Wie lange belohnen?

Prinzipiell ein Leben lang. Oder würden Sie gern ein Leben lang ohne Bezahlung arbeiten? Sicher nicht.So einfach ist die Antwort, schliesslich haben wir gelernt, dass verstärktes Verhalten letztlich gelöscht wird, wenn die Belohnung komplett und dauerhaft ausbleibt. Allerdings muss man den Hund nicht zwangsläufig für jede Ausführung einer Übung belohnen. Welche Möglichkeiten Sie haben, zeigen Ihnen die verschiedenen Belohnungsmodelle

 

Die Immerbestärkung

Dieses Prinzip bedeutet nichts anderers, dass der Hund immer nach einer korrekt ausgeführten Übung / Kommando belohnt wird.

Vorteile: Der Hund wird das Verhalten (natürlich in Abhängigkeit der anderen Faktoren wie z.B. Differenzierung) extrem zuverlässig ausführen.

Nachteil: Bleibt die Belohnung aus, wird das Verhalten sehr schnell wieder gelöscht / vergessen.
Ebenso müssen Sie permanent eine Belohnungsmöglichkeit haben.

Variable Bestärkung

Dieses Prinzip bedeutet, dass der Hund nicht nach jeder Ausführung, jedoch in regelmäßigen Abständen belohnt wird (zum Beispiel jede Vierte Ausführung einer Übung)

Vorteile: Sie müssen nicht jedes Verhalten belohnen. Das Verhalten wird bei Ausbleiben der Belohnung nicht so schnell gelöscht.

Nachteil: Sie sind extrem berechenbar. Der Hund weiss ganz genau wann es eine Belohnung gibt und wann nicht. Die Gefahr ist sehr gross, dass er auch nur jede Vierte Ausführung korrekt und zuverlässig belohnen wird.

Anmerkung: Ich halte überhaupt nichts von variabler Bestärkung.

Zufällige Bestärkung

Dieses Prinzip bedeutet, dass der Hund nicht nach jeder Ausführung belohnt wird, sondern rein zufällig in unregelmäßigen Abständen.

Vorteile: Sehr gute Zuverlässigkeit der Ausführung. Teilweise sogar noch zuverlässiger als bei Immerbestärkung. Sie müssen nicht jederzeit belohnen. Das Verhalten wird nicht so schwer gelöscht.

Nachteile: Die Gefahr ist sehr gross, dass die zufällige Bestärkung keine zufällige ist. Menschen neigen dazu, durchaus unterbewusst variabel zu belohnen, wenn sie der Meinung sind zufällig zu belohnen. Wir sind nunmal Gewohnheitstiere. Ferner ist die Gefahr sehr groß, dass unbewusst Sekundärverstärker vermittelt werden. Zum Beispiel der zu frühe Griff in Leckerchentasche bevor man wirklich belohnen will und das Ausbleiben diesen, wenn wir nicht belohnen werden. Das macht den Effekt der zufälligen Bestärkung ebenfalls vollkommen zu nichte, das man wieder berechenbar wird. Das klingt alles sehr banal, ist es aber nicht. Selbst erfahrene Hundetrainer haben Ihre Müh und Not wirklich zufällig und unvorhersehbar zu belohnen.

Anmerkung: Meiner Meinung nach die beste Belohnungsvariante, wenn auch die schwierigste.

Bitte beachten Sie: Beim Aufbau einer neuen Übung wird diese IMMER belohnt, bis sie zuverlässig auch unter Ablenkung ausgeführt wird. Erst danach entscheiden Sie sich für ein Belohnungsmodell.

 

 

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