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Hundeerziehung - Wissen Ablenkung steigern / Generalisieren

Ablenkung steigern / Generalisieren

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Richtig trainieren - Ablenkung steigern und generalisieren

Nur weil ein Hund eine Übung in Ruhe und ohne Ablenkung zu Hause beherrscht, kann er diese noch lange nicht an einem anderen Ort. Ihr Hund muss lernen, dass ihre Kommandos überall gelten. Ebenfalls muss er lernen, diese auch unter Ablenkung auszuführen. Er muss ihr Kommando generalisieren. Und das für jede einzelne Übung.

Eine Ablenkung können, Kinder, Fahrräder, andere Menschen, Tiere, Gerüche, Geräusche, Futter, "Beute", Autos, Geräusche, Hunde und einfach alles sein, was für einen Hund spannend oder beängstigend sein kann.  Ihr Hund steht im ständigen Zwiespalt. Setze ich mich oder laufe ich zu dem Baum dort? Es ist ihr Aufgabe dafür zu sorgen, dass die Motivation ihr Kommando auszuführen größer ist, als jede Ablenkung.

Fangen Sie jede neue Übung, in einer ruhiger Umgebung ohne Ablenkung an. Idealerweise im s.g. Kernraum (üblicherweise der Wohnung).Steigern Sie die Ablenkung immer erst, wenn die Übung 100%ig klappt. Üben Sie dann im Kernraum mit leichter, dann mittlerer, dann starker Ablenkung. Wenn auch dies klappt, üben Sie draußen bei möglichst geringer Ablenkung und steigern Sie diese langsam bis Ihr Hund jede Übung überall und starker Ablenkung ausführt. Wiederholen Sie die Übungen an vielen verschiedenen Orten. Zu Hause, auf der Strasse, im Wald, auf der Wiese, im Restaurant etc.

Richtig trainieren - Signale durchsetzen

Immer dann wenn ein Hund ein Kommando, welches er von Ihnen erhält nicht ausführt, wird es für ihn "normaler". Jedesmall wenn Sie ihm ein Kommando geben und Ihr Hund es nicht ausführt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er es das nächste Mal wieder nicht ausführt.  Bauen Sie jedes neue Signal positiv auf. Der Hund soll jede Übung mit Freude, Belohnung verknüpfen.

Wenn ihr Hund eine Übung verinnerlicht hat, gibt es ab sofort nicht die Situation, dass er eine Übung nicht ausführt. Geben Sie daher ein Kommando nur dann, wenn Sie sich absolut sicher sind, dass er es auch ausführen wird.

Wenn Sie sich vertun und ein Kommando geben, welches der Hund nicht ausführt , so setzen Sie es durch und machen Sie es das nächste Mal besser. In diesem Fall waren Sie schuld daran. Durchsetzen heisst hier natürlich weder Schimpfen noch Gewalt. Vielmehr ist damit gemein, den Hund nicht aus der Situation zu entlassen, bis er das Kommando ausgeführt hat.

Wenn also ihr Hund ausgelassen mit seinen Kumpels tobt und Ihnen eigentlich schon von vornherein klar ist, dass er nicht kommen wird, so rufen Sie ihn auch nicht, sofern Sie keine Möglichkeit haben, das Kommando durchzusetzen. (zum Beispiel Schleppleine)

Wenn sich ihr Hund beispielsweise in Ihrem Einwirkunsbereich nicht legen will obwohl Sie das Kommando Platz gegeben haben, so entlassen Sie ihn so lange nicht aus der Situation bis er sich gelegt hat. Ein Kommando durchzusetzen kann viele Gesichter haben. Beispielsweise das heranholen des Hunden nach verweigertem Rückruf oder das körpersprachliche Bestehen auf einem "Platz". Wichtig ist nur, dass der Hund lernt, dass er ein verstandenes und gegebens Kommando nicht ignorieren kann.

Wichtig: Kommandos durchsetzen, sollten Sie erst, wenn der Hund die Übung wirklich schon 100% verstanden, generalisiert hat und auch unter Ablenkung geübt hat. Ich spreche hier natürlich von gesunden Hunden. Bleiben Sie sensibel. Wenn ihr Hund manchmal ein Kommanto nicht ausführen will, kann es durchaus auch sein, dass er das Kommando einfach verweigert weil er Schmerzen hat. Wenn Sie also den Verdacht haben, ihr Hund könnte gesundheitliche Probleme haben, lassen Sie diese Abklären und verzichten Sie auf Übungen die ungeeignet sind. Bedenken Sie auch, keine, aus Hundesicht, dummen Kommandos zu geben. Ihr Hund ist ein eigenständiges Lebewesen. Fordern Sie ihm kein Kadavergehorsam ab. Achten Sie darauf, wann Sie welche KOmmandos geben. Wenn Sie gerade mit Ihrem Hund bei 2 Grad draussen unterwegs sind und ihr Hund gerade über eine Pfütze steht, kann es durchaus schonmal sein, dass sich ihr Hund nicht hinlegen will - und hat damit durchaus Recht. ;)

 

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