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test Hundewiesen - Fluch oder Segen ?

Hundewiesen - Fluch oder Segen ?

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Jeder kennt sie, die städtischen Freilaufflächen für unsere Vierbeiner. Auf den ersten Blick scheint es doch auch eine gute Idee zu sein, 
Freilaufflächen zu schaffen auf welchen unsere Vierbeine geschützt Auslauf geniessen und nach Herzenslust toben können oder?

Auf diese Fragen können wir maximal mit einem "Jein" antworten und versuchen heute einmal Probleme  von Hundefreilaufflächen
kritisch zu beleuchten.

 

Hundewiese - häufig übersehene Probleme

 

Da in ländlicheren Gebieten sowohl die Hundedichte relativ gering ist als auch häufig ausreichend andere Auslaufmöglichkeiten 
gegeben sind, findet man Hundewiesen in Städten häufiger vor.  Mal Sicherheitsaspekte und Ausstattung der Hundewiesen
vollkommen bei Seite gelassen führt dies zu eine übermäßigen Frequentierung der Auslaufflächen. Dies führt zu einigen Problemen.

 

- Kontakt zu fremden Artgenossen bedeutet in erster Linie, ganz entgegen der allgemeinen Meinung, zunächst einmal sozialen Stress. Selbstverständlich können sich Sympathien bilden oder gar Hundefreundschaften entstehen, die letztlich einen Mehrwert für den Hund darstellen. Leider ist der größte Anteil an "Sozialkontakten" auf Hundewiesen, allein auf Grund der sehr großen Anzahl an Hunden die unfreiwillig aufeinandertretten zunächst einmal Stress pur.

Nun darf man an der Stelle nicht verleugnen, dass Hunde natürlich auch ein gewisses Stresslevel aushalten können und auch können müssen. Allerdings übertrifft die Konzentration an Fremdhunden auf vielen Hundewiesen jedes vertretbare Maß. Manch ein Hund wünscht sich weit weg von der Hundewiese und Herrchen merkt es nicht einmal.

- Ein weiteres Problem stellen oftmals die Hundehalter an sich dar. Scheinbar stellt das Schild "Hundefreilauffläche" eine Art Freifahrtschein dar. Leine ab, dem Hund viel Spass gewünscht und in Ruhe Zeitung lesen. Erstaunlich häufig überlassen Halter Ihre Hunde weitestegehend sich selbst und vergessen dabei, dass sie auch im Freilauf für Ihre Hunde verantwortlich sind.

 

- Ebenfalls ist Problem ist der falsch verstandene Sozialkontakt. Schließlich brauchen unsere Vierbeiner doch Kontakt zu Artgenossen oder? Das stimmt auch -  allerding gilt hier Qualität vor Quantität. Nicht nur die "Hundedichte" ist ein Problem, sondern ebenfalls die Fehlinterpretation hündischer Körpersprache. Oftmals erlebe ich Hundewiesen so, dass nahezu jede  hündische Interaktion, die keine ernste Beisserei ist, als Spiel interpretiert wird, was jedoch ein fataler Fehler ist. In guter Absicht gehen viele Hundehalter auf Hundewiesen und merken überhaupt nicht, dass dort oftmals Mobbereien, Auseinandersetzungen als auch ritualisierte Raufereien den Ton angeben. Kein Wunder, dass die Hunde danach fix und fertig sind.

- Letztlich spielt auch die Gesundheit durchaus eine Rolle. Nahezu jede Hundewiese ist durchtrieft von Urin und Kot. Die Ansteckungsgefahrt für viele Hundekrankheiten ist ungleich höher, als auf normal frequentierten Flächen. Einem gesunden Hund wird dies im Normalfall nichts ausmachen. Geschwächte Hunde könnten sich jedoch leicht mit Erregern anstecken.

Man sollte wohl überlegt handeln und genau prüfen ob wann und welche Hundewiese man besucht. Meistens ist ein kontrollierter Sozialkontakt in ruhiger Umgebung die bessere Wahl.

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