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Hundeerziehung - Training Leinenführigkeit

Leinenführigkeit

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Leinenführigkeit - Hilfe, mein Hund zieht

Aufgrund der hohen und oft unterschätzten Anforderungen, welche an Hund und Halter bei der Leinenführigkeit gestellt werden, wäre es eigentlich theoretisch ratsam, diese Übung ans Ende einer Hundeausbildung zu stellen. Da aber die meisten Mensch-Hunde Teams nunmal darauf angewiesen sind, dass der Hund mehr oder weniger vom ersten Moment an, an der Leine geführt wird, bleibt den meisten Hundehaltern nichts anderes übrig, als sich sofort mit der Leinenführigkeit zu beschäftigen.

Bevor man sich darüber Gedanken macht, WIE man Leinenführigkeit korrekt trainiert, ist es dringend ratsam, sich zunächst einige Fakten bewusst zu machen, sowie genau festzulegen, wie diese Leinenführigkeit eigentlich auszusehen hat und wie genau der Hund eigentlich an de Leine laufen soll.

 

Grundlegende Fakten zur Leinenführigkeit:

Entspannt an der Leine zu laufen und sich an seinem Herrchen zu orientieren fällt vielen Hunden schwer. Zum einen ist das Laufen an der Leine extrem unnatürlich für einen Hund und zum Anderen bedarf es  eines großen Vertrauens gegenüber dem Herrchen. Der normale Gang eines Hundes ist ein langsamer Trab. Dieser ist jedoch viel schneller als der normale Gang des Menschen. Aus Hundesicht muss der Hund nahezu unerträglich langsam vor sich laufen und wird quasi von einer Schnecke geführt. Dass dies gewöhnungsbedürftig und nervig ist, kann man nachvollziehen.

Ebenfalls unnatürlich ist die permanente direkte Nähe zum Menschen bei der Leinenführigkeit. Im Normalfall würde kein Hund beim gemeinsamen Ausflug ohne Leine seinem Menschen oder einem anderen Hund permanent nicht von der Seite weichen. "Normal" wäre es für den Hund, sich zwar am Menschen zu orientieren, jedoch im wechselnden Abstand seine eigenen "Kreise" zu ziehen. Ebenso hat der Hund an der Leine nahezu keine Möglichkeit seine Individualdistanz einzuhalten.

Als ob dies nicht schon genug wäre, ist ein Hund an der Leine in seiner Kommunikation massivst eingeschränkt. Er kann nur sehr eingeschränkt mit anderen Hunden kommunizieren oder auf Situationen reagieren, weil sein Bewegungsspielraum massiv eingeschränkt ist. Er muss daher darauf vertrauen, dass sein Herrchen / Frauchen stets alle Situationen für ihn regelt und er immer darauf vertrauen kann. Er muss darauf vertrauen, dass er sicher und gefahrlos von seinem Herrchen geführt wird.

Wie man sieht, erfordert die Leinenführigkeit von einem Hund eine Menge Konzentration, Guduld und Vertrauen. Dies solle man immer im Hinterkopf haben.

 

Leinenführigkeit: Warum zieht der Hund an der Leine?

Wichtig ist es auch sich klar zu machen WARUM ein Hund überhaupt an der Leine zieht. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe wie z.B. die folgenden:

- Der nächste Busch ist schlichtweg spannender als das Herrchen (Hund hat gelernt, dass Herrchen an der Leine ohnehin nix Spannendes mit ihm macht)

- Er befindet sich in einer unsicheren oder beängstigenden Situation und möchte schnell weiter um aus dieser zu entkommen. (Herrchen merkt es nicht mal)

- Herrchen hat ihm das "aus Versehen" beigebracht. (dazu später mehr)

- Hund ist extremst aufgeregt und kann (oder will) sich nicht kontrollieren. Auslöser zum Beispiel läufige Hündin bei Rüden, Lieblingskumpel in Sichtweite, Beutefangverhalten bei Kaninchensichtung, Ball in Sichtweise bei "Balljunkies" oder viele andere Situationen mehr.

Man sollte sich schon Gedanken darüber machen, warum der Hund dies oder jenes lieber machen möchte, statt bei "seinem" Menschen zu bleiben. In den meisten Fällen gibt es jedoch einen einfach Grund, warum der Hund an der Leine zieht: Wir haben es ihm beigebracht!

"Was ich? Wie? Ich habe doch alles versucht. Niemals!" werden sich viele Hundehalter denken.  Die klassische Entwicklung zum Leineziehen ist doch so. Irgendwann entsteht für einen Hund folgende Situation (als Welpe  oder auch später aus welchen Gründen auch immer). Der Hund läuft vor sich hin und möchte z.B. zum Busch an der Ecke schnüffeln. Irgendwann erreicht er logischerweise auch mal das Leinenende. Er möchte also zu seinem Busch, kann aber nicht. Nun wird er Einiges versuchen um dort hin zu gelangen. Unter Anderem wird er früher oder später (meistens früher ;) ) auch mal ziehen und etwas mehr Kraft aufwenden um zu "seinem Busch" (oder was auch immer) zu gelangen. in diesem Moment gibt Herrchen nach. Warum auch immer. Sei es er ist grad abgelenkt und achtet nicht auf den Hund. Sei es weil er nicht vorbereitet war und der Hund in dem Moment kräftiger als der Stand der momentane Stand des Hundeführers. Oder sei es, weil Herrchen meint, er müsse den Hund nun zu seinem Busch lassen. Schliesslich will der Hund doch so sehr. Warum auch immer. Der Hund macht folgender Erfahrung: Leine ist zu Ende. Ich ziehe an der Leine Ich erreiche mein Ziel. Der Hund wird durch das Erreichen seines Zieles also belohnt. Der Busch (oder was auch immer) ist in dem Moment sein Primärverstärler.

Nächstes Mal in einer vergleichbaren Situation wird der Hund schon etwas schneller ziehen, da es bereits mal zum Erfolg führte. Dies wiederholt sich einige Mal. Der Hund wird unwissentlich permanent für das Ziehen an der Leine belohnt und schon sehr schnell hat der Hund gelernt. Leine ist zu Ende. Ich muss ziehen um zu meinem Ziel zu gelangen. Ich werde für das Ziehen belohnt, in dem ich mein Ziel erreiche. Sehr schnell wird dadurch das Ziehen folgerichtig die einzige korrekte Möglichkeit sich an der Leine zu verhalten. Herrchen sei Dank.  Schon bald hat man einen Hund, welcher das Herrchen ritualisiert von einer Ecke zur anderen schleift.

Was ist Leinenführigkeit?

Bevor man mit der Übung beginnt, sollte man sich einmal festlegen, wie die Leinenführigkeit eigentlich auszusehen hat und dies auch konsequent beibehalten. Wenn man es selbst nicht weiß, wie soll es dann der Hund wissen? Die Einen möchten den Hund links, die anderen rechts, den anderen ist es egal, hauptsache der Hund zieht nicht. Wie auch immer. Es liegt in Ihrer Entscheidung, wie Sie Ihren Hund führen möchten. Wichtig ist lediglich, dass Sie es einmal festlegen und nicht wieder ändern. Das größte Problem ist, dass viele Hundehalter die eigene Definition von Leinenführigkeit ständig ändern. Montags soll der Hund links laufen und Dienstag darf er alles ander Leine tun was er will solange er nicht zieht. SO wird der Hund NIE leinenführig. Leinenführigkeit festlegen und IMMER KONSEQUENT ohne Ausnahmen umsetzen.

Wann und wie oft übe ich Leinenführigkeit?

Ganz einfach: IMMER wenn der Hund an der Leine ist. Viele Hundehalter trainieren z.B, 3 x mal die Woche auf dem Hundeplatz die Leinenführigkeit und wundern sich, warum der Hund auf dem Platz perfekt leinenführig ist und wo anders zieht wie ein Wilder. Der Hund tut wieder nur das was man ihm beibringt. Er lernt, dass er auf dem Platz nach bestimmten Vorgaben zu laufen hat und er lernt, dass es ansonten egal ist wie er läuft. SO wird auch kein Hund leinenführig. Leinenführigkeit muss ausnahmslos immer zu jeder Zeit und an jedem Ort konsequent geübt bzw. später eingefordert werden. Da liegt auch schon das nächste Problem. Es ist nunmal menschlich, dass es die meisten Hundehalter nicht schaffen immer zu 100% konsequent zu sein. Mal achten Sie darauf und mal nicht. So weiß der Hund letztlich nicht, wie er zu laufen hat, da es keine konsequente Struktur und Regeln gibt, sodern jedesmal andere Vorgaben gelten, ohne dass der Hund sie verstehen kann.  Daher empfehle ich ein "mehrstufiges System". Dazu aber später mehr.

Leinenführigkeit Welpe vs Leinenzieher

Grundsätzlich muss man unterscheiden, ob man mit einem Welpen, quasi einer Leinenjungfrau übt oder mit einem Hund, welcher bereits einige Jahre wie ein Irren ritualisiert an der Leine zieht. Es ist immer leichter einem Hund etwas Neues beizubringen, als gegen bestehender Verhaltensmuster anzukämpfen. Die Prinzipien sind jedoch gleich.

 

Wie übe ich Leinenführigkeit?

Dies kann man pauschal nicht beantworten, da dies abhängig davon ist, WIE der Hund an der Leine zu laufen hat (welche Zielsetzung man hat) und welche Vorerfahrung er mitbringt. Ebenso gibt es verschiedene Möglichkeiten das Ziel zu erreichen. Vorstellen möchte ich einige Grundlegende Verhaltenstips die IMMER Gültigkeit haben sowie eine Beispielmethode von Vielen.

 

Grundlegende Tips zur Leinenführigkeit:

- ZIehen darf sich niemals lohnen. Mit niemals meine ich auch niemals. Es darf niemals passieren, dass der Hund an der Leine zieht und zu seinem ZIel gelangt. (Auch nicht um seinen besten Kumpel zu begrüßen) Selbst ein kleiner Schritt in die gezogene Richtung ist bereits Belohnung. Selbst ein Erfolg bei 100 Versuchen ist Belohnung. (Siehe Zufällige Belohnung bei Belohnungmodelle Hund. Erreicht ihr Hund das Leinenende so bleiben Sie stehen oder wechseln konsequent die Richtung.

- Führen Sie Ihren Hund sicher und vorausschauend, damit er sich sicher und vertrauensvoll an Ihnen orientieren kann. Sie sind für seine Sicherheit verantwortlich. Damit ist nicht nur der Strassenverkehr. Sie führen Ihren Hund und haben die Aufgabe alle Situation die aus hundesichtig beängstigend oder gefährlich sind zu erkennen und zu managen. Das erfordert natürlich eine Menge Konzentration, Beobachtung der Körpersprache und etwas Wissen um natürlich Verhaltensweisen des Hunde. Kein Hund darf ihn belästigen wenn ihr Hund das nicht möchte. Kein Mensch darf ihn tätscheln oder sonst nerven, wenn ihr Hund das nicht möchte. Sie haben das zu verhindern. Laufen Sie Bögen um frontal ankommende Hunde. Handeln Sie aus Hundesicht logisch und ihr Hund wird Ihnen vertrauen.

- Spaziergänge mit Hund sind Hundezeit. Handy wird ignoriert. Mit Freunden wird nicht gequasselt. Achten Sie auf Ihren Hund. Lesen Sie ihn. Beobachten Sie ihn. Konzentrieren Sie sich auf ihn. Wenn Sie das nicht können, wird das nix. Wenn Sie sich nicht darauf konzentrieren können oder wollen, werden Sie in kürzester Zeit wieder alte Fehler begehen und Ihren Hund aus Unachtsamkeit wieder fürs Ziehen belohnen. Darüber hinaus sollten Sie sich in dem Fall, dass Sie keine Lust haben, sich auf Ihren Hund zu konzentrieren, durchaus die Frage gestatten, warum Sie sich einen Hund gekauft haben. SIE haben sich für einen Hund entschieden. Nicht ihr Hund für Sie.

- Schimpfen und korrigieren Sie Ihren Hund nicht, wenn er Sie zum nächsten Busch schleift. Hunde sind hochsoziale Tiere und streben stets nach Sozialkontakt. Viele Hundehalter ignorieren Ihren Hund wenn er schön brav läuft, fangen aber an mit ihm zu kommunizieren wenn er zieht. Auch eine Korrektur oder Schimpfen ist Kommunikation und damit sozialer Kontakt und damit Belohnung für Ihren Hund. Ignorieren Sie Ihren Hund wenn er zieht. Den Hund. Nicht das Ziehen. Stellen Sie lieber sicher, dass sich ziehen nicht lohnt und belohnen ihn mit Aufmerksamkeit wenn er wie gewünscht läuft.

Übung Leinenführigkeit:

Wie oben beschrieben, gibt es verschiedene Herangehensweisen. Alle allgemein gültigen Hinweise habe ich bereits versucht mitzuteilen. Wenn Sie diese beherzigen sind Sie schon ein sehr großes Stück weiter. Dennoch möchte ich eine mögliche Übung von Vielen nicht vorenthalten. Wobei auch hier nochmal darauf hingewiesen sei, dass IMMER an der Leine geübt wird.

Zunächst setzen wir also ein  Ziel. (Sie müssen für sich entscheiden, wie ihr Hund laufen soll)

Ziel: Hund läuft entspannt auf unserer linken Seite, ohne dass die Leine auf Zug kommt. Er  darf zurückbleiben, zur Seite gehen, schnüffeln und sonst alles tun was er mag, solange die Leine nicht auf Zug kommt. Er darf uns jedoch nicht überholen. (aus praktischen Gründen, da Hund die überholen die nervige Tendenz haben früher oder später direkt vor unseren Füßen zu landen).

Übungsaufbau:

Leinen Sie Ihren Hund an. (Idealerweise hat er sich bereits gelöst und ist entspannt). Gehen Sie in irgendeine Richtung kommentarlos los. Idealerweise in eine andere als der Hund möchte. Denken Sie daran, dass ihr Hund Sie nicht überholen darf. Seien Sie konzentriert. Sie müssen schnell reagieren. Schneller als ihr Hund. Ihr Hund darf es nicht schaffen Sie zu überholen oder die Leine auf Zug zu bringen (egal in welche Richtung) Beachten Sie Ihren Hund nicht. Quasseln Sie ihn nicht voll. Schimpfen Sie nicht mit ihm. Gehen Sie einfach los.
Ihr Hund soll auf Sie achten und Ihnen folgen. Versucht ihr Hund zu überholen ändern Sie umgehend, jedoch kommentarlos und ruhig die Richtung und gehen weiter. Noch bevor der Hund es schafft Sie zu überholen oder die Leine auf Zug zu bringen. Zieht der Hund zur Seite (oder in eine andere Richtung), ändern Sie wieder  kommentarlos die Richtung. Wieder noch bevor er es schafft die Leine auf Zug zu bringen. Trödelt ihr Hund nach hinten, erhöhen Sie das Tempo. Wechseln Sie hin und wieder ruhig und entspannt die Richtungen. Wechseln Sie hin und wieder das Tempo. Bleiben Sie zwischendurch stehen, um eine kurze Zeit später erneut loszulaufen. Achten Sie darauf, dass ihr Hund Sie nie überholen kann oder ziehen kann. Ändern Sie immer vorher die Richtung und Tempo. Wechseln Sie stets die Richtung wenn er es versucht.

Läuft ihr Hund gut an lockerer Leine neben ihnen, verlangsamen Sie das Tempo.  Loben Sie ihn, wenn er an lockerer Leine neben Ihnen geht und auch Richtungswechsln an lockerer Leine (!) mitmacht und auf Sie achtet. Wenn er korrekt läuft, darf er ruhig etwas Aufmerksamkeit oder auch mal eine Belohnung von Ihnen erhalten.  Erhöhen Sie das Tempo und ändern Sie die Richtungen wenn er unaufmerksam ist, überholen will oder die Leine gleich auf Zug kommt. Seien Sie schneller als ihr Hund und ermöglichen Sie ihm weder zu überholen oder zu ziehen. Beachten Sie alle vorangegangenen Anmerkungen. Schnell haben Sie einen leinenführigen Hund.

Leinenführigkeit - "mehrstufiges System"

Nicht zwingen nötig, aber meiner Meinung nach ein guter Tip ist die "mehrstufige Leinenführigkeit". Der Hund braucht Sie definitiv nicht. Die meisten Menschen jedoch. Das Problem bei der Leinenführigkeit ist Konsequenz. Obwohl ich oben geschrieben habe, dass Leinenführigkeit IMMER geübt wird, dass Ziehen sich NIEMALS lohnen darf und man IMMER konsequent sein muss, so sieht die Realität leider in ca. 90% der Fälle anders aus. Die meisten Menschen (auch ich) kommen aus den unterschiedlichsten Gründen immer wieder in Situationen, in denen Sie gegen alle Regeln verstossen und NICHT konsequent sind. Man ist doch mal abgelenkt. Man ist mal krank. Manchmal gibt es Termindruck und schon wird man inkonsequent und lässt doch ziehen zu oder lässt es zu, dass der Hund die Seite wechselt oder oder. Das Problem ist, dass es genau diese Inkonsequenz ist, welche den Hundehalter im Training der Leinenführigkeit unglaublich zurückwirft oder das sonst gute Training komplett zu nichte macht.

Was also tun? Es gibt einen Trick, den ich anwende. Ich habe sozusagen drei Stufen, wie ich meinen Hund führe. Es ist nur ein Vorschlag, der sich für mich gut bewährt hat.

 

1. Geschirr:

Ist der Hund am Geschirr, darf er eigentlich alles machen was er will. Ich beschäftige mich nicht sonderlich mit ihm. Er darf nach vorne, nach hinten, links, rechts. Was auch immer. Hauptsache er zieht nicht an der Leine. Lediglich ein Zug auf der Leine wird durch Richtungswechsel korrigiert. Das führt zwar dazu, dass der Hund relativ unaufmerksam ist, ich jedoch, wenn ich wirklich ablenkt sein muss und nicht ausreichend in Ausnahmesituationen auf meinen Hund achten kann, nicht in die Situation komme inkonsequent zu sein, da ich auf relativ wenig auchten muss. Nämlich dass er nicht zieht. Alles andere ist egal. So kann ich mich durchaus auch mal ausnahmsweise auf ein geschäftliches Telefonat konzentrieren während ich mit meinem Hund laufe.

2. Halsband:

Ist der Hund am Halsband (Achtung, vorsichtig üben.Wirbelsäule als Stichwort.), bin ich mit meiner Aufmerksamkeit zu 100% beim Hund und achte zu 100% auf eine saubere Leinenführigkeit. Der Hund soll entspannt an meiner Seite laufen, ohne mich zu überholen. Ich achte darauf, bin mit allen Gedanken und Konzentration beim Hund und zu 100% konsequent. Folglich führe ich meinen Hund auch nur dann am Halsband, wenn ich zu 100% bei der Sache bin.

Für den Hund ist die Sache damit immer eindeutig. Ist er am Halsband, weiß er ganz genau wie er wo zu laufen hat. Bekommt positives Feedback dafür und nie eine Chance, dass sich eine andere Position läuft oder zieht. Ist er am Geschirr, weiß er dass er laufen kann wieder lustig ist. Die Hauptsache ist, das er Herrchen nicht durch die Gegend schleift. Das lernen Hunde blitzschnell. Man könnte das Prinzip alternativ auch so gestalten: Geschirr = Hund darf ziehen und machen was er will. Verwendbar für Ausnahmesituationen wenn Herrchen keine Aufmerksamkeit hat. Halsband: Herrchen ist voll dabei und Hund hat korrekt zu laufen.  Da für mich jedoch lediglich darauf zu achten, dass kein Zug auf die Leine kommt und die Position zu vernachlässigen jedoch immer handlebar ist, habe ich mich für oben beschriebene Variante entschieden.Außerdem sehe ich es nicht ein, warum ich meinen Hund noch weiter beschränken soll und ihm eine bestimmte Position zuweisen muss. Wegen mir, kann er gern den ganzen Leinenradius ausnutzen, solange er nicht zieht. Daher führe ich ihn meistens ohnehin am Geschirr. Am Halsband meistens nur, wenn es die Situation erfordert, dass er in bestimmer Position läuft, wie Menschemengen etc.

3. Bei Fuss

Die dritte Stufe hat eigentlich nix mit Leinenführigkeit zu tun. Ich empfehle jedem Hundebesitzer, die jedoch zu üben und zu festigen. Der Hund hat am vorgegebenem Bein ohne Wenn und Aber zu kleben und auch den Führer zu achten. Und wenn die Höhle zufriert. So sollt kein Hund dauerhaft geführt werden!!! Allerdings ist ein sicheres positiv aufgebautesw "Bei Fuss" in brenzligen Situationen Gold wert und kann für wenige Minuten sinnvoll sein. Zum Beispiel extreme Menschenmengen, der LIeblingsfeind auf der anderen Seite. Überquerung von stark befahrenen Strassen oder was auch immer.

 

Viele Spass mit der Leinenführigkeit.

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