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Hundeerziehung - Training Irrtümer der Hundeerziehung

Irrtümer der Hundeerziehung

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Hundeerziehung - Irrtümer

Bevor Sie anfangen, alles richtig zu machen, möchte ich Ihnen kurz erzählen, was Sie auf keinen Fall falsch machen sollten. Trotz besseren Wissens, grasieren heutzutage in vielen Köpfen von Hundebesitzern, Trainern, Psychologen immer noch antiquierte und schädliche "Trainingsmethoden" oder einfach auch Vorurteile.Dieses kleine Kapitel möchte immer noch tief verankerte, sehr klassische, Irrtümer ansprechen und aufklären, um grobe und folgenreiche Fehler zu vermeiden.

Irrtum 1: Nackenschütteln als "Strafe" und Maßregelung

Immer noch höre ich hin und wieder, man solle seinen Hund als Korrekturmaßnahme kräftig im Nacken packen und kräftig schütteln, wenn er etwas Unerwünschtes oder Verbotenes macht. Man erzählt, dies wäre eine artgerecht Korrekturmaßnahme, da schon Hündinnen Ihre Welpen derart maßregeln. Das ist falsch.

Tun Sie sich und Ihrem Hund einen Gefallen und tun Sie das niemals! Bis heute ist mir unbegreiflich wie ein derartiger Unfug erzählt werden kann. Es ist schlicht und ergreifend falsch, dass Hündinnen ihre Welpen derart maßregeln. Ein derartiges Verhalten wurde in jahrzehntelanger Verhaltensbeobachtung weder bei Wölfen noch bei Hund nicht ein einziges Mal beobachtet.Hündinnen greifen Ihre Welpen zwar im Nacken, jedoch nur, um diese zu tragen. Sie schütteln sie niemals und greifen sehr vorsichtig.

In der Natur kommt das "Nackenschütteln" in genau zwei Situationen vor:

1. Um nach erfolgreicher Hetz (Jagd) das gefangen Beutetier zu töten. Das Greifen im Nacken und Schütteln ist der Abschluss einer Jagdsequenz und dienst ausschließlich dem "Totschütteln" der Beute. Nichts anderem.
2. Im Welpenspiel als spielerisches Element um das Töten zu üben. Welpen bauen in Ihr "Spiel" Sequenzen  aus allen nur erdenklichen Verhaltensmustern ein um diese spielerisch und gesichert zu trainieren.

Wenn Sie Ihren Hund also im Nacken packen und schütteln vermitteln Sie ihm unmissverständlich eines: Ich will Dich töten!  Dass dies keine Trainingsgrunslage sein kann und sämliches Vertrauen verloren geht, dürfte klar sein. Die Reaktion des Hundes wird, je nach charakterlicher Veranlagung des Hundes,  unterschiedlich ausfallen. Im (für Sie als Mensch) günstigsten Fall entwickelt der Hund ein Meideverhalten und "pariert" aus Angst. (Was für sehr lange Zeit oder für immer einen totalen Vertrauensverlust zur Folge hat). Im für Sie ungünstigsten Fall wird er um sein Leben kämpfen und sich verteidigen. Alle anderen Abstufungen zwischen den Extremen sind natürlich auch möglich - je nach Charakter.

Irrtum 2: Die "Alpharolle"

Immernoch wird von einigen, mehr als fragwürdigen Seiten, die so genannte Alpharolle empfohlen. Dabei wirft man den Hund zu Boden auf den Rücken, so dass sein Bauch freiliegt und packt diesen an der Kehle. Dies soll die "Alphastellung" des Menschen unterstreichen und den Hund "unterwerfen". Auch diese Methode ist vollkommen veraltet und basiert auf einem Missverständnis. Auch dieses Verhalten wurde niemals beobachtet. Beobachtet wurde damals eine Form der passiven Unterwerfung, bei welcher ein Hund sich auf den Rücken legt, seine verletzliche Seite präsentiert und regungslos verharrt. Dieses wurde damals tragischer Weise fehlinterpretiert. Diese Verhalten erfolgt jedoch niemals aus Zwang. Ein Hund oder Wolf wirft niemals einen anderen auf den Rücken um diesen zu unterwerfen. Wenn er das tut, dann ausschließlich nur um zu töten. Die Alpharolle ist somit nicht nur sinnlos, sondern vermittelt Ihrem Hund ebenfalls: Ich will Dich töten!

Irrtum 3: Der "Leinenruck"

Immer noch wird der sogenannte Leinenruck praktiziert. Dabei wird dem Hund, auch am Halsband, bei "Fehlverhalten" ein kräftiger Ruck mit der Leine verpasst. Diese Methode wird häufig immer noch als akzeptabel betitelt. Dies ist jedoch falsch. Ein Leinenruck stört nicht nur das Vertrauensverhältnis zum Menschen empfindlich und kann zu negativen Fehlverknüpfungen führen, sondern ist auch hochgradig gesundheitsschädigend. Wieso? Stellen Sie sich vor, Sie würden unvorbereitet an Ihrem nicht angespannten und empfindlichen Hals im vollen Lauf plötzlich einen kräftigen Ruck erhalten. Da ist ein Schleudertrauma oder Schlimmeres vorprogrammiert. Mal abgesehen davon, dass die Leine der Absicherung dient - und nicht der Führung und erst recht nicht der Korrektur. Verzichten Sie darauf. Wer einen Leinenruck braucht ist zu dumm zum erziehen.

Irrtum 4: Schwanzwedeln = Freude

Dieser Punkt gehört logisch vielleicht eher in das Kapitel Hundeverhalten, passt jedoch so schön hier rein, dass ich es hier schreiben möchte. Immer noch denken sehr sehr viele Menschen, wenn nicht die meisten, dass ein Hund sich freut, wenn er mit dem Schwanz wedelt. Auch dies ist leider falsch. Schwanzwedeln bedeutet zunächst einaml nur eine Anspannung in einer Konfliktsituation. Nicht mehr und nicht weniger. Dies KANN daher herrühren, dass sich ein Hund freut, sein Herrchen weiderzusehen. Es kann aber auch daher kommt, dass ein Hund sich gerade im folgenden Konflit befinden:"Greife ich den Hund vor mir an, oder flüchte ich?". Hier muss die Gesamtsituation betrachtet werden um interpretieren zu können. Mehr dazu im Kapitel Hundeverhalten.

Irrtum 5: Welpenschutz

"Ach so, der hat ja noch Welpenschutz." ist ein Satz, den Welpenbesitzer häufig hören, kurz bevor ein wildfremder Hund ungefragt auf den Welpen zum "Spielen" losgelassen wird. Ich werden Sie nun alle schocken, aber: Welpenschutz existiert nicht! Auch nicht ein bisschen. Und auch nicht nur manchmal. So kurz wie es hier steht, ist es auch. Welpenschutz existiert nicht. Zu irruieren woher dieser Irrtum herrührt, ist zwar möglich, würde den Rahmen hier jedoch sprengen. Wer also seinen 5 kg - Welpen auf einen zählefletschenden 35kg - Hund  loslässt, weil er meint, er hätte doch Welpenschutz, hat mit etwas Pech keinen Welpen mehr.

 

 

 

 

 

Kommentare

avatar DenkDirwas
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Totaler Quatsch der da geschrieben steht, geht ja auf keine Kuhaut so'n Käse
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avatar Peter Herrmann
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@DenkDirwas: Du hast entweder keine Ahnung von Hunden oder willst einfach nur was schreiben, damit da was Tolles von dir steht. Die 5 Irrtümer kennt jeder ernsthafte Hundebesitzer und wird sie tunlichst vermeiden, oder denkst du tatsächlich, dass Schwanzwedeln immer Freude heißt? Dass Nackenschütteln eine Hund erzieht? Aber wie gesagt: Ich denke, du wolltest dich hier nur wichtig machen.
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avatar Susanne
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Würden Sie auch bei einem 8 Jahren alten bissigen Hund von einer Unterwerfng absehen? Er hat einerseits nie gelernt in seiner Jungend sich unterzuordnen und andererseits hat er später in einer Tötungsstation Angst vor Menschen "gelernt". Ich versuche es jetzt seit einiger Zeit auf die ruhig-konsequen te Dominate Tour und wir machen auch viele Fortschritte aber das mit dem knurren und beissen, wenn man etwas vehementer wird hat er noch. Ich bin mir nicht sicher, ob er sich nicht unterwerfen will oder ob es Dominanz von seiner Seite ist - in seinen Futternapf darf ich z.B. fassen und er nimmt sein Essen erst auf Kommando, auch enns am Boden steht - heute war Brot vom Enten füttern am Boden gelegern und als ich ihn wegzog, hat er wieder gebissen. Allerdnigs hatte ich zugegebenermass en auch eine wütende Geistehaltung *G* keine entspannte ... :-( ich hatte schon Strassenhunde, die allerdings zu gezwickt haben, die hab ich mit nem Arbeitshanschuh körperlich dominiert und hab ihnen gezeigt das ich ned wegzuck, wenn sie beissen, das hab ich 1 Mal gemacht und es kam nie wieder vor. Aber bei meinem jetzigen Hund, der beisst gleich das es blutet, ich glaub der kommt sogar durch den Arbeitshanschuh (reicht ja schon wenn ich mich nich sicher fühl, das riecht er ja) und ich will ja ned noch mehr kaputt machen. Soll ich ihn ruhig auf den Rücken legen, wenn ich mich dem geisrtig gerade gewachsen fühle oder soll ich es lieber weiter mit ruhiger Konsequenz versuchen? Kann ich das meinen Mitmenschen gegenüber verantworten?
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avatar linke christina
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ich komme mit mein hund nichst kla weil er nichst auf hört mehr was kann ich machen ich brauche hilfe
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avatar schnuck1969
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Finde es ja immer toll wenn Leute ja Alles wissen wollen , was man nicht machen soll. Man denke sich doch wenn jemand so einen klugen Artikel schreibt, dass er dann auch gleich erklären wolle , wie es richtig wäre.
Tja aber kritisieren ist halt einfach , wenn man scheins nicjt weiss , wie s richtig geht. Oder warum fehlt hier jedwege Anleitung zur korrekten Erziehung?!
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