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Michael Grewe - Ein Hundetrainer spaltet die Hundeszene

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Morddrohungen, diverse Strafanzeigen gegen Herrn Michael Grewe, über 5.000 Kommentare auf der offiziellen Facebookseite des Canis - Zentrum von Michael Grewe , Strafanzeigen aufgrund von Morddrohungen, zahlreiche Kritiken und Proteste, diverse Medienberichte sind die bisherige Bilanz des links zu sehenden Videos. Die Staatsanwaltschaft ermittelt in alle Richtungen. Die  zuständigen Amtstierärzte verweisen auf schwebende Verfahren und untersuchen den Vorgang.

Im Video sieht man u.A. Herrn Frank Faß vom Wolfcenter Dörverden, welcher im Rahmen eines Seminares für Hundetrainer von Canis - Zentrum für Kynologie unter Anleitung vom Inhaber Michael Grewe auf dem Grundstück der Hundeschule Hundeleben (geführt von Michael Grewe und Ehefrau Bettina Bannes-Grewe) einen Schäferhund zu "Erziehungszwecken" mit einem Blechnapf massiv auf den Kopf schlägt.

Der Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen e.V. verurteilt das gesehene Material aufs Schärfste. Dr. Dorit urd Feddersen-Petersen  zeigte sich in einem ersten Interview mit dem Weser Kurier  entsetzt, möchte jedoch die Angelegenheit nach eigener Aussage gründlich überprüfen und ein Gutachten erstellen. ( Quelle Gutachten)

Sowohl Herr Grewe als auch Frank Faß sind bis heute eine Aufklärung sowie die Bereitstellung des versprochenen vollständigen Videomaterials schuldig geblieben. Lediglich eine kurze öffentliche Stellungnahme, in welcher die gewalttätigen Mittel gerechtfertigt werden war zu vermerken.

Bereits in der Vergangenheit fiel Michael Grewe duch den Einsatz harter Mittel in der Hundeerziehung auf. Tritte, Teletakt - Halsbände und andere Mittel werden berichtet.  Canis-Anhänger sowie Kritiker liefern sich nach wie vor verbale Gefechte.

Wie gehts es weiter in der Hundeerziehung?

Der Fall "Grewe" ist sicher dramatisch und geniesst mediale Aufmerksamkeit primär aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades von Michael Grewe. Der Fall Grewe ist jedoch exmeplarisch für den aktuellen Stand in der Hundeerziehung.

 

Es gibt immer noch Trainer, wie Herrn Grewe, welche mit veralteten und teilweise brutalen Methoden arbeiten. Nach wie vor gibt es keine gesetzlichen Normen in der Hundeerziehung. Immer noch darf sich jeder Hundetrainer nennen  - auch Menschen mit einem ausgeprägtem Mangel an Fachwissen. Immer noch gibt es für Hundehalter kaum Möglichkeiten Ausbildungsmethoden zu hinterfragen oder zu prüfen. Zum einen aufgrund von fehlendem Hintergrundwissen. Zum anderen aufgrund von fehlender flächendeckender Zertifizierung. Zertifikate wie das von "Canis" kann sich jeder selbst basteln - ganz legal.

Es bleibt zu wünschen, dass sich Herr Grewe doch noch zur Einsicht entscheidet - oder seine Arbeit einstellt. Doch dies löst nicht das Problem. Obwohl aufgrund der Tatsache, dass Herr Grewe Hundetrainer mit solchen Inhalten ausbildet und auch noch in Kooperation mit der Tierärztekammer pseudooffiziell zertifiziert und damit besonders perfide ist,  ist Herr Grewe bei Weitem nicht der einzige Trainer, welcher derartige Mittel anwendet. Fällt Grewe, so werden andere nachrücken.

Vielleicht wird es Zeit, den Fall Grewe zum Anlass zu nehmen und über eine langfristige Lösung in der Hundeerziehung nachzudenken. Ganz losgelöst von Canis, Grewe, dem Wolfcenter und deren fraglichen Mitteln.

Es wird, endlich, Zeit  kompetenten Menschen das Ruder zu überlassen. Es wird Zeit, dass der Hundetrainer ein anerkannter und bundesweit einheitlicher Ausbildungsberuf wird. Mit inhaltlich kompetenten und aktuellen Inhalten.  Es wird Zeit für einen flächendeckenden Hundeführerschein für Hundehalter, welcher sie in die Lage versetzt, vermitteltes "Wissen" in Hundeschulen auf Augenhöhe zu hinterfragen. Es wird Zeit, dass gesetzliche Bestimmungen aktuellen Forschungsergebnissen angepasst werden.

Nur wenn einheitliche grundlegend neue und angepasste Grundlagen geschaffen werden, kann es Hoffnung geben, dass sich in Zukunft Szenen, wie in diesem Video, nicht wiederholen. Es ist ein langer Weg. Gehen wir ihn an.

Herr Grewe: 20 Jahre Erfahrung nutzen gar nichts, wenn es die falschen sind.

Kommentare

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Sehr schwacher Bericht. Neutrale Berichterstattu ng sieht anders aus.
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